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Meurer: „Wir würden gern besteuert werden“


von Tobias Kuske, veröffentlicht auf: sponsors.de

14.02.2012

 
Stefan Meurer, Geschäftsführer des Sportwettenanbieters Tipico, hat bei einer Diskussionsrunde auf dem SpoBiS das Vorgehen der 15 Bundesländer, exklusive Schleswig-Holstein, beim Thema Glücksspiel kritisiert. Zudem gab er einen Ausblick in die Zukunft.

Meurer sagte, private Glücksspielanbieter wie Tipico würden seit längerem öffentlich der Politik zurufen: „Wir würden gerne, bitte, bitte besteuert werden.“ Das komme sicherlich nicht oft vor. Trotzdem hätten es mit Ausnahme von Schleswig-Holstein die Bundesländer bis dato noch immer nicht geschafft, ein neues Glücksspielgesetz in Kraft treten zu lassen.

Nur dadurch würden sie ihre Glücksspiele im Internet noch ohne Lizenz und am deutschen Fiskus vorbei anbieten, meinte Meurer. Zugleich wehre er sich dagegen, dass seiner Firma in Deutschland das Attribut der Illegalität angehängt werde: „Nur weil der deutsche Staat seine Rechtshausaufgaben nicht macht, darf man uns nicht illegal bezeichnen.“

Zuvor hatte der Glücksspielexperte Wulf Hambach von der Kanzlei Hambach und Hambach erläutert, dass der Gesetzentwurf der 15 Bundesländer seiner Meinung nach die derzeitige Überprüfung durch die EU-Kommission nicht bestehen werde. Beispielsweise sei nicht zu begründen, warum die Anzahl der Lizenzen auf 20 begrenzt werden soll. Dies wirke willkürlich. Eine Äußerung der EU-Kommission zum Entwurf der 15 Bundesländer wird noch für diese Woche erwartet.

Meurer griff diese Kritik auf und sagte, sein Unternehmen werde sich nicht nur um eine Lizenz in Schleswig-Holstein bewerben, sondern auch um die Konzession der 15 anderen Bundesländer. „Und konkret um die Nummer 20 und 21.“ Der Tipico-Geschäftsführer vermutet, dass es auch künftig zu Rechtsstreitigkeiten kommt. „Die einzigen Gewinner werden die Anwälte sein.“

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