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SPONSORs: Lyon auf Schalke wohl ohne Trikotsponsor


Veröffentlicht auf sponsors.de von Florian Oediger und Andrea Wellerdiek

24.11.2010

Beim heutigen Spiel der UEFA Champions League zwischen Fußballbundesligist FC Schalke 04 und dem Ligue-1-Club Olympique Lyon werden die Gäste aus Frankreich das Logo ihres Trikotsponsor wohl überkleben. Sie scheuen offensichtlich das Risiko eines Ordnungsgeldes.

Der französische Erstligist wirbt bei seinen internationalen Spielen in der Regel mit dem Trikotsponsor „Bet Clic“. Beim Gastauftritt in Gelsenkirchen wird dieser offenbar nicht zum Zuge kommen. Die Werbeflächen auf den Jerseys soll statt dessen überklebt werden. Auch nachdem der EuGH entschieden hat, dass das deutsche Monopol für Sportwetten und Glücksspiele ist nicht mit dem EU-Recht vereinbar ist, existiert ein gewisses Restrisiko, dass die Staatsanwalt im Falle eines Verstoßes aktiv wird. Nach dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag ist das Sponsoring von privaten Wettanbietern schließlich aufgrund des staatlichen Monopols verboten.

Für Wulf Hambach, Gründungs- und Managing-Partner von Hambach & Hambach, ein weiteres Beispiel einer uneinheitlichen Regelung im Sponsoring privater Wettanbieter: „Strafrechtlich kann man wegen des EuGH-Urteils aber nicht dagegen angehen.“ Im Falle von Olympique Lyon hätte der Glücksspielrechtsexperte allerdings den Kontakt mit den Behörden gesucht: „Es ist wichtig, dass man Rückenwind für so eine Werbung erhält“, so Hambach gegenüber SPONSORs. Im Falle des französischen Vereins wurde dies aber offenbar nicht versucht.

Beim Blick auf den derzeitigen Rechtsstand und die ersten getätigten Vertragsabschlüsse zwischen Proficlubs und Wettanbietern (siehe SPONSORs-Archiv) ist es nach juristischer Einschätzung zwar eher unwahrscheinlich, dass die Staatsanwalt aktiv wird und ein Verfahren einleitet. Dennoch offenbar ein zu großes Risiko für Olympique Lyon.

Schon in der vergangenen Saison hatte sich der Club im Champions-League-Halbfinale bei Bayern München zu diesem Schritt entschlossen. In der Vergangenheit war schließlich etwa der italienische Erstligist AC Mailand zu einer Geldstrafe in Höhe von 100 000 Euro verurteilt worden, nachdem er ebenfalls bei einem Spiel in München mit dem Trikotschriftzug seines Hauptsponsors Bwin aufgelaufen war.

Weitere Informationen finden Sie auf www.sponsors.de

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